Über uns

Nina und ihre Vorgeschichte

Nina und ihr Weg in den Tierschutz und zu den Angsthunden

Mein Name ist Nina Draxler und ich wurde 1978 in Linz geboren. Bei uns in der Familie fing Tierschutz bereits in der Kindheit an. Meine Oma, Mutter und Tante adoptierten, als ich noch klein war, schon Tiere aus dem Tierheim. So wuchs ich mit 2 Hunden (Tino und Asta) und einer Katze (Mentschi) auf. Sie waren immer meine besten Freunde, ein Leben ohne Tiere kann ich mir nicht vorstellen. Als ich von Zuhause auszog, dauerte es nicht lange und ich übernahm eine kranke Bullterrierhündin, mit dem Namen “Angelface”, die wegen einer Scheidung eingeschläfert werden sollte. Als sie starb, gab es tatsächlich eine zeitlang, keinen Hund an meiner Seite.

Meine Ausbildung

Ich habe eine langjährige Ausbildung zur Dipl. Sporttherapeutin und Masseurin abgeschlossen, TCM- (Traditionelle Chinesische Medizin), Energetische Osteopathie, Reiki, Tierkommunikation und Bachblüten sowie TellingtonTouch Ausbildungen. Seit 15 Jahren bin ich nun selbstständig, führe meine Praxis voller Hingabe und freue mich diesen Beruf ausüben zu können. Seit Juli 2020 arbeite ich hier am Angsthundhof mit meiner Praxis.

Meine Familie

Meine Schwester Verena nimmt auch schon lange sehr aktiv Pflegehunde von Animal Hope Nitra auf und ermöglicht es so vielen Tieren den Sprung in ein besseres Leben. Ich sammelte zu dieser Zeit Futterspenden und besuchte einige Shelter in Ungarn und Rumänien, in denen Hunde unter schlimmsten Zuständen gehalten wurden und wirkte in 2 Vereinen als ehrenamtliche Helferin.

Durch diese langjährige Tierschutzarbeit konnte ich viele Eindrücke sammeln. Der Schmerz und das Leid der Tiere kennt keine Grenzen. Was mich besonders berührte waren die von Menschen (Hundefänger oder Besitzer oder auch Arbeiter in den Shelter) misshandelten Hunde, schwerst traumatisiert von ihren Erlebnissen kauerten Sie in Ecken, zitterten vor Angst, kein Augenkontakt oder Berührung möglich. Diese Angsthunde hatten mein Herz erobert, ihnen widme ich mein Leben und meine Liebe. Für diese geschundenen Seelen, die NIEMAND will, kämpfe ich, denn Sie brauchen nur eine Chance, jemanden der Sie sieht, wahr nimmt und dort „abholt“, wo Sie gerade stehen ohne zu fordern, zu verstehen versucht und in kleinen behutsamen Schritten voller Liebe und Geduld zurück führt in einen Leben ohne Angst.

Es dauert oft viele Monate, manchmal nur 3 Monate und oft sogar mehr als ein Jahr, abhängig davon wie stark Ihre Persönlichkeit ist, wie gut sie verarbeiten und loslassen können.

Wie bei uns Menschen, ist jeder individuell belastbar und fähig sich zu regenerieren. Alles was sie brauchen ist Zeit und Verständnis. Später, wenn sie etwas Vertrauen haben brauchen sie natürlich auch eine liebevolle Bestimmtheit, das heißt das Meideverhalten nicht immer durchgehen zu lassen, sondern gewisse Dinge durchzuführen, um Ihnen zu zeigen „Du schaffst das, ich bin da, ich beschütze dich, es passiert Nichts“.

Anfangs kann man diese Hunde nicht berühren. Sie können nicht mit dir Gassi gehen, nein sie brauchen eine Hundetoilette und leben in Ihrer eigenen Welt voller Schmerz, gefangen in einer Angstblase. Oftmals haben sie die Hoffnung und das Vertrauen verloren und sich aufgegeben. Dann sitze ich Stunden bei Ihnen, schlafe anfangs bei ihnen am Boden, um sie an meine Nähe zu gewöhnen, lass sie beobachten wie ich mit meinen eigenen Hunden Kuschel und spiele. Das hilft ihnen langsam zu verstehen.

Der weitere Weg der Angsthunde

Viel später, kann ich sie an die Leine und Sicherheitsgeschirr gewöhnen, zuerst in der Wohnung, im Garten und dann im gesicherten größeren Gehege. Erst dann sind Spaziergänge möglich, oftmals ein langer Weg voller Höhen und Tiefen. Oft bringen die für uns gewöhnlichsten Geräusche, so einen Angsthund in totale Panik.

Durchbeißen der Leine, Flucht alles ist möglich. Darum ist die doppelte Sicherung ein absolutes MUSS. Doppelte Sicherung heißt Sicherheitsgeschirr plus Halsband, die erste Leine wird am Körper fixiert und die zweite Leine in der Hand.

Jeder kleine Erfolg ist ein Meilenstein. Doch am Ende meiner Arbeit, steht in der Regel ein völlig anderer Hund vor mir, ein Hund voller Lebensfreude, dennoch vorsichtig, geprägt vom Leben, aber sie sagen “Ja” zum Leben und sind neugierig und lassen die Nähe der Menschen wieder zu. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo sie bereit sind für eine Adoption. Für mich persönlich ist das der schwierigste Teil, die Suche nach erfahrenen Menschen mit Tiefgang und Verantwortung. Dann heißt es LOSLASSEN. Es fällt mir nie leicht, aber ich MUSS, denn ich habe eine Mission: Ich rette Angsthunde und nur indem ich loslasse können andere Seelchen wieder bei uns aufgefangen werden.

Die Vereinsarbeit fängt an…

Der Platz und die Zeit sind begrenzt, wie Ihr Euch bestimmt vorstellen könnt. Mit allen Adoptanten besteht enger Kontakt (sofern Sie es wünschen) und sie besuchen uns regelmäßig. Ein großes Dankeschön geht hier bei an meine Hunde Satu, Akin (das 3-Beinchen). Seit kurzem auch Hanja, denn sie unterstützen meine Arbeit mit den Angsthunden auf höchster Ebene.

Jeder Hund wird von ihnen liebevoll ins Rudel aufgenommen und sie beteiligen sich aktiv und bringen sich selbstständig ein. Sie verstehen blind Ihre Aufgabe, da sie selbst aus schlimmsten Verhältnissen stammen.

Auch Wolfi, der einen Gnadenplatz bei mir gefunden hat, da er nicht vermittelbar ist, ist im Rudel unentbehrlich. Mit ihm habe ich eine spezielle Herausforderung gemeistert. Er zeigt mir tagtäglich, es geht noch was, aufgeben gibt es nicht.

An dieser Stelle möchte ich dich herzlich einladen. Durch eine Mitgliedschaft im Verein kannst du uns tatkräftig unterstützen. Selber brauchst du aber nichts weiter tun als unser Mitgliedformular ausfüllen und zurückschicken. Durch eine Erteilung der Sepa Lastschriftgenehmigung ziehen wir den Jahresbeitrag am Anfang eines Jahres einmalig ein. Mit diesem Geld und den gesammelten Spenden finanzieren wir all unsere Projekte.

Was ist ein traumatisierter Angsthund per Definition?

Das sagt Nina dazu:

“Für mich ist das ein Hund der mit dem Leben, welches er zuvor führen musste überfordert ist!

Diese Hunde lassen sich anfangs nicht berühren und haben kein Vertrauen! Ein Angsthund kann entweder zitternd in einer Ecke liegen und resignieren oder sogar aggressiv aus Angst reagieren. Jeder Hund reagiert verschieden auf traumatische Erlebnisse!

Genau wie bei den Menschen, sind Angsthunde individuell belastbar und fähig Traumata zu verarbeiten! Es kommt darauf an wie stark Ihre Persönlichkeit ist. Auch der Weg zurück ins unbeschwerte Leben, geht bei manchen Hunden manchmal schnell. Andere Hunde können gewisse Ängste gar nicht loslassen!

Es gibt kein allgemein gültiges Rezept – nur Geduld, Training, Liebe, Vertrauen und die Beherrschung der Körpersprache!

“Wir übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Aussage stellt lediglich die Meinung von Nina dar, hinter der das Team von www.Angsthund.at steht.

Hier findet ihr uns, gern auch mit einem großen Sack Futter und / oder Leckerli im Gepäck. Unsere Tiere freuen sich schon darauf.