Hier stellen wir unsere Nina

und ihren Weg

in den Tierschutz und zu den Angsthunden vor:

 

 

Mein Name ist Nina Draxler und ich wurde 1978 in Linz geboren. Bei uns in der Familie fing Tierschutz bereits in der Kindheit an. Meine Oma, Mutter und Tante adoptierten als ich noch klein war schon Tiere aus dem Tierheim.

So wuchs ich mit 2 Hunden (Tino und Asta) und einer Katze (Mentschi) auf. Sie waren immer meine besten Freunde, ein Leben ohne Tiere kann ich mir nicht vorstellen. Als ich von Zuhause auszog, dauerte es nicht lange und ich übernahm eine kranke Bullterrier Hündin, mit dem Namen
"Angelface", die wegen einer Scheidung eingeschläfert werden sollte. Als sie starb, gab es tatsächlich eine Zeit lang, keinen Hund an meiner Seite.

 

Ich habe eine langjährige Ausbildung zur Dipl. Sporttherapeutin und Masseurin abgeschlossen,  TCM- (Traditionelle Chinesische Medizin), Energetische Osteopathie-, Reiki-, Tierkommunikation und Bachblüten- sowie Tellington Touch Ausbildungen. Seit 15 Jahren bin ich nun selbstständig, führe  meine Praxis voller Hingabe und freue mich diesen Beruf ausüben zu können.

 

Meine Schwester Verena nimmt auch schon lange sehr aktiv Pflegehunde von Animal Hope Nitra auf und ermöglichte so  vielen Tieren den Sprung in ein besseres Leben. Ich sammelte zu dieser Zeit  Futterspenden und besuchte einige Shelter in Ungarn und Rumänien, in denen Hunde unter schlimmsten Zuständen gehalten wurden und wirkte in 2 Vereinen als ehrenamtliche Helferin.

Durch diese  langjährige Tierschutzarbeit, konnte ich viele Eindrücke sammeln. Der Schmerz und das Leid der Tiere kennt keine Grenzen.

Was mich besonders berührte, waren die von Menschen (Hundefänger oder Besitzer oder auch Arbeiter in den Sheltern) misshandelten Hunde, schwerst traumatisiert von ihren Erlebnissen kauerten Sie in Ecken, zitterten vor Angst, kein Augenkontakt oder Berührung möglich. Diese Angsthunde hatten mein Herz erobert, Ihnen widme ich mein Leben und meine Liebe. Für diese geschundenen Seelen, die NIEMAND will, kämpfe ich, denn Sie brauchen nur eine Chance, jemanden der Sie sieht, wahrnimmt und dort „abholt“, wo Sie gerade stehen ohne zu fordern, zu verstehen versucht und in kleinen behutsamen Schritten voller Liebe und Geduld zurück führt in einen Leben, ohne Angst.

Es dauert oft viele Monate, manchmal nur 3 Monate und oft sogar ein Jahr, abhängig davon wie stark Ihre Persönlichkeit ist, wie gut Sie verarbeiten und loslassen können. Wie bei uns Menschen, ist jeder individuell belastbar und fähig sich zu regenerieren. Alles was sie brauchen ist Zeit und Verständnis. Später, wenn Sie etwas Vertrauen haben brauchen sie natürlich auch eine liebevolle Bestimmtheit, das heißt das Meideverhalten nicht immer durchgehen zu lassen, sondern gewisse Dinge durchzuführen, um Ihnen zu zeigen „Du schaffst das, ich bin da, ich beschütze dich, es passiert Nichts“.

Anfangs kann man diese Hunde nicht berühren. Sie können nicht mit Dir Gassi gehen, nein Sie brauchen eine Hundetoilette und leben in Ihrer eigenen Welt voller Schmerz, gefangen in einer Angstblase. Oftmals haben sie die Hoffnung und das Vertrauen verloren und sich aufgegeben.

Dann sitze ich Stunden bei Ihnen, schlafe anfangs bei Ihnen am Boden, um Sie an meine
Nähe zu gewöhnen, lass Sie beobachten wie ich mit meinen eigenen Hunden kuschel und spiele. Das hilft ihnen langsam zu verstehen.

Erst viel später, kann ich sie an die Leine und Sicherheitsgeschirr gewöhnen, zuerst in der Wohnung, im Garten und dann im gesicherten größeren Übungsgelände. Erst dann sind Spaziergänge möglich, oftmals ein langer Weg voller Höhen und Tiefen. Oft bringen die für uns
gewöhnlichsten Geräusche, so einen Angsthund in totale Panik. Durchbeißen der Leine, Flucht  alles ist möglich. Darum ist die  doppelte Sicherung ein absolutes MUSS. Doppelte Sicherung heißt Sicherheitsgeschirr plus Halsband, die erste Leine wird am Körper fixiert und die zweite Leine in der Hand.

Jeder kleine Erfolg ist ein Meilenstein.

Doch am Ende meiner Arbeit, steht ein völlig anderer Hund vor mir, ein Hund voller Lebensfreude, dennoch vorsichtig, geprägt vom Leben, aber Sie sagen "Ja" zum Leben und sind neugierig und lassen die Nähe der Menschen wieder zu.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo Sie bereit sind für eine Adoption, für mich persönlich ist das der schwierigste Teil, die Suche nach erfahrenen Menschen mit Tiefgang und Verantwortung. Dann heißt es LOSLASSEN. Es fällt mir nie leicht, aber ich MUSS, denn ich habe eine Mission:

 

Ich rette Angsthunde und nur indem ich loslasse, können andere Seelchen wieder bei uns aufgefangen werden. Der Platz und die Zeit sind begrenzt, wie Ihr Euch bestimmt vorstellen könnt.

Mit allen Adoptanten besteht enger Kontakt und Sie besuchen uns regelmäßig.

Ein großes Dankeschön geht hierbei an meine Hunde Satu und Akin (das 3 Beinchen), denn sie unterstützen meine Arbeit mit den Angsthunden auf höchster Ebene. Jeder Hund wird von ihnen liebevoll ins Rudel aufgenommen und sie beteiligen sich aktiv und bringen sich selbstständig ein. Sie  verstehen blind Ihre Aufgabe, da Sie selbst aus schlimmsten Verhältnissen stammen. Auch Wolfi, der  einen Gnadenplatz bei mir gefunden hat, da er nicht vermittelbar ist, ist im Rudel unentbehrlich. Mit ihm habe ich eine spezielle Herausforderung gemeistert, aber er zeigt mir tagtäglich, es geht noch was, aufgeben gibt’s nicht.